Pressestimmen zum bundesweiten Kinostart der restaurierten Fassung von METROPOLIS am 12. Mai 2011

 

„ …Nachdem vor drei Jahren in Argentinien eine Kopie mit etwa 25 Minuten der fehlenden Sequenzen entdeckt wurde, begann die aufwendige Restaurierung. Die Qualitätsunterschiede der ergänzten Szenen sind zwar nach wie vor deutlich, aber das neue, alte «Metropolis» ist ein Muss für Cineasten.“ (dpa, 10.5.2011)

 

„ … Bei der jetzigen "Metropolis"-Fassung fehlen nun noch eine halbe Sequenz und einige Einzelbilder. Schon zirkulieren die ersten Witze, in zehn Jahren oder so könnten die nächsten Schnipsel in alten Koffern gefunden werden. Aber ein zweites "Metropolis"-Wunder wird sicherlich nicht mehr passieren – und wäre auch nicht mehr von gleicher Sensation. Wir können den Film nun fast wieder so sehen, wie der Regisseur ihn einst konzipiert hat und wie ihn damals gerade mal 15.000 Zuschauer gesehen haben. Die Wiedergeburt eines Jahrhundertfilms. […] Einer kleinen Gruppe von Auserwählten wird der neue "Metropolis"-Film bereits vorab vorgeführt: Eberhard Junkersdorf, Vorsitzender des Kuratoriums der Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung, die für die Rekonstruktion zuständig war, zeigt ihn in der Astor Filmlounge dem Kulturausschuss des Bundestages. Klar, es ist immer gut, wenn auch mal Politiker ins Kino gehen. Aber dahinter steckt natürlich auch ein gewisses politisches Kalkül. Die Murnau-Stiftung ist zuständig für die Erhaltung, Rekonstruktion und fürs Zugänglichmachen des Filmerbes. So was aber kostet Geld, im Falle von "Metropolis" rund 600.000 Euro; Fritz Langs anderes Monumentalepos, "Die Niebelungen" (1924), ebenfalls im vergangenen Jahr rekonstruiert uraufgeführt, belief sich gar auf 750.000 Euro. Solches Geld fehlt dann für andere Filme; die Politik ist gefragt. ‚Wir sind ein Kulturstaat‘, postuliert Junkersdorf: ‚Der Staat hat die Verpflichtung, dass das Kulturerbe – und dazu gehört ganz wesentlich der Film – erhalten bleibt und auch noch nachstehenden Generationen zur Verfügung steht.‘ […] Jetzt muss nur noch der Film gut starten: Die Einspielgelder fließen schließlich an die Stiftung zurück. Und ein Erfolg an den Kassen könnte auch politische Entscheidungen erleichtern oder gar befeuern.“ (Peter Zander in der Berliner Morgenpost, 11.Mai 2011. Den kompletten Artikel „Die Mutter aller Filme“ lesen Sie hier.)

 

„ … Wenn ein verschollenes Gemälde wieder auftaucht, bereichert es die Museen dieser Welt. Ein verloren geglaubtes Manuskript erzielt Höchstpreise auf Auktionen. Ein Film aber, der nach achtzig Jahren wieder seine ursprüngliche Form gewinnt - und gerade dieser Film -, ist mehr als ein Ausstellungsstück. Er wird Teil der lebendigen Erinnerung des Kinos, des Bilderstroms, der unser visuelles Gedächtnis enthält. Den Ausdruck „Director's Cut“ kannte Lang noch nicht, aber wenn er die Fassung sehen könnte, in der „Metropolis“ jetzt auf die Leinwände kommt, wüsste er genau, was er bedeutet: seine künstlerische Rehabilitation. Man glaubt, das ironische Lächeln vor sich zu sehen, das er bei solchen Gelegenheiten aufzusetzen pflegte. Wo immer er jetzt sein mag.“ (Andreas Kilb in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, 11. Mai 2011. Den kompletten Artikel „Rehabilitiert: Fritz Langs ‚Metropolis‘“ lesen Sie hier.)

 

„Bei seiner Premiere ein Flop, gilt es heute als filmisches Meisterwerk: Fritz Langs gewaltiges Science-Fiction-Epos „Metropolis“. Vor zehn Jahren wurde eine digital überarbeitete Version in das Weltdokumentenerbe der Unesco aufgenommen. Als erster Film überhaupt. Nun, 84 Jahre nach der Erstaufführung, kommt eine weitere restaurierte Fassung des Stummfilm-Klassikers in die Kinos. Sie soll weitgehend dem längst verloren geglaubten Original entsprechen. […] Um die verlorenen Szenen entwickelte sich ein Mythos, und der Film erreichte trotz der Kürzungen über die Jahre Kultstatus. Denn Fritz Lang setzte mit „Metropolis“ Maßstäbe. Sein Einfluss auf etliche wichtige Werke des Science-Fiction-Genres ist vielen davon anzusehen: Spielfilmen wie George Lucas' „Star Wars“, Ridley Scotts „Blade Runner“ oder Alex Proyas' „Dark City“ sind die Spuren anzumerken, die „Metropolis“ im ästhetischen Gespür zahlreicher Filmschaffender hinterlassen hat. …“ (Zeit.de, 10. Mai 2011. Den kompletten Artikel „‘Metropolis‘ kehrt ins Kino zurück“ lesen Sie hier.)

 

Zur Originalmusik von Gottfried Huppertz: „…Die hat - obwohl der Film als eine der folgenreichsten Kunstikonen des 20. Jahrhunderts inzwischen Dutzende Neuvertonungen erfuhr - nicht nur bei der mühsamen Rekonstruktion einen wichtigen Dienst geleistet, um die Abfolge und Länge der Szenen zu bestimmen. Sie passt auch, ungewöhnlicherweise schon parallel zum Filmdreh komponiert, nach wie vor am Besten zu Langs spezifischer Mischung aus moderner Optik und melodramatischem Schicksalskitsch. Technische Innovation trifft hier auf an Wagners Leitmotivik spätromantisch geschulte Tonfluten. Regisseur und Komponist spielen dabei virtuos mit den Gefühlen des Publikums.“ (WELT online, 11. Mai 2011, Den kompletten Artikel „Gottfried Huppertz: Moderne und Melodram“ lesen Sie hier.)


"Metropolis" ist auch 84 Jahre nach der Premiere wahnsinnig spannend, hochaktuell, beeindruckend gespielt und einfach insgesamt toll gemacht. Das neue alte "Metropolis" ist ein Muss nicht nur für ausgemachte Kinofreaks.“ (hr1, vorgestellt von Daniella Baumeister, mehr.)

 

„Die Mühe hat sich gelohnt: Durch die wieder eingefügten Einstellungen erklären sich einzelne Figuren überraschend neu in ihrer Funktion für die Geschichte. Szenen wie die Überschwemmung der Stadt mit der finalen Verfolgungsjagd erhalten bedeutend mehr Spannung. Die deutliche Kenntlichkeit des alten Materials macht die Wiederherstellung des legendären filmischen Torsos sichtbar. Auch die neu-editierte Originalmusik von Gottfried Huppert trägt dazu bei, dass METROPOLIS zu einem neuen Filmerlebnis wird.“ (Deutsche Film- und Medienbewertung, 10. Mai 2011. Den kompletten Artikel lesen Sie hier.)

 

„ … Für Filmhistoriker war es eine Sensation. Doch auch alle übrigen Filmfans dürften sich nun freuen. Schließlich handelt es sich bei "Metropolis" um einen der wichtigsten Filme der Kinohistorie. […] Die auf Filmrestaurierungen spezialisierte „Friedrich Wilhelm Murnau-Stiftung“ in Wiesbaden wurde beauftragt „Metropolis“ wiederherzustellen. Über Monate wurden die wiederentdeckten 30 Minuten Film gesäubert, digital bearbeitet, so gut wie möglich wieder in Stand gesetzt. Dabei ging es nicht nur um die Wiederherstellung der von Kratzern übersäten und beschädigten Filmstreifen. Bei der Kürzung in den 20er Jahren waren die Amerikaner nicht gerade zimperlich vorgegangen. Ganze Nebenhandlungen waren damals gestrichen, Sequenzen an andere Stellen im Film montiert worden. All das wurde jetzt in Wiesbaden in mühevoller Kleinarbeit wieder richtiggestellt. Heute fehlen noch rund fünf Minuten der ursprünglichen Originalfassung. „Metropolis“ kann nun wieder annährend so gesehen werden, wie damals zu Zeit der Uraufführung. […] Jetzt endlich ist „Metropolis“ für alle zu sehen. Nicht nur in Deutschland, auch international läuft das Science Fiction-Epos in der nahezu komplett wiederhergestellten Fassung. In Rio de Janeiro wurde er schon vorgestellt, Stationen in Italien, der Ukraine, Mazedonien, Australien und Neuseeland sind fest eingeplant. In Moskau gibt es sogar ein Public Viewing.“ (Jochen Kürten auf DW-World.de, 12. Mai 2011. Den kompletten Artikel „Mythos ‚Metropolis‘ für alle“ lesen Sie hier.)

 

„ … Es spricht für Fritz Lang, den Meister der Bildkomposition und Massenchoreografie, dass er diesen Schwulst trotzdem mitreißend inszenierte. Und wegen seiner famosen Bilder ist auch der Kinobesuch Pflicht. Denn wann kann man schon einmal einen Meilenstein der Filmgeschichte, sonst nur im Heimkino oder gelegentlich im Fernsehen zu erleben, auf großer Leinwand sehen?“ (Andreas Banaski auf Spiegel Online, 12.Mai 2011. Den kompletten Artikel „Kinostart von ‚Metropolis‘. Schwulst der grandiosen Art“ lesen Sie hier.)

 

„Es passiert nicht alle Tage, dass ein Film aus der Stummfilmzeit noch mal groß ins Kino kommt. Aber „Metropolis“ von Fritz Lang hat es verdient: Allein wegen der visionären Filmarchitektur gilt er als einer der einflussreichsten Science-Fiction-Filme der Filmgeschichte. Doch erst jetzt, rund 84 Jahre nach der Uraufführung, ist dieses Meisterwerk von Fritz Lang wieder in der nahezu vollständigen Fassung zu sehen. […] Der Aufwand lohnt sich. Das jetzt (fast) vollständige Meisterwerk „Metropolis“ findet jetzt auch in der Geschichte wieder die Balance zwischen Science Fiction, Liebesgeschichte, Freundschaft und Verrat. Und offenbart eine Erzählweise, die sehr modern ist.“ (Sebastian Ko auf einslive.de, 12. Mai 2011. Den kompletten Artikel „Ein Klassiker kehrt zurück“ lesen Sie hier.)