Metropolis (Kurzinhalt)

In einer Person vereinen sich die politische und wirtschaftliche Macht in Metropolis: Im „Neuen Turm Babel“ regiert Joh Fredersen absolutistisch über Ober- und Unterstadt. Für den Herrscher als das „Hirn“ sind Menschen lediglich ausführende

„Hände“ in der Arbeitsmaschinerie. Doch das Menschliche – Liebe und Freundschaft, Revolte und Rache – vermag auch die technisierte Welt der Zukunftsstadt zu erschüttern.

 

Die Reichen und Mächtigen residieren in der Oberstadt. Ihre Söhne ertüchtigen sich in einem gigantischen Stadion und vergnügen sich umschwärmt von reizvollen Gesellschafterinnen
in den „Ewigen Gärten“. Dort lebt auch Freder, einziger Sohn des Herrschers. Als Maria mit Kindern
aus der Arbeiterstadt unverhofft in diese paradiesische Welt kommt, verliebt sich Freder in die sanftmütige Schöne.

 

Er möchte ihre Welt kennenlernen und erlebt die unterirdische Maschinerie als „Moloch“. Bestürzt wirkt Freder vergeblich auf seinen Vater ein, der ihn fortan von einem skrupellosen Handlanger, dem Schmalen, beschatten lässt.

 

Angesichts einer sich anbahnenden Arbeiterrevolte konsultiert Herrscher Fredersen den Erfinder Rotwang, seinen einstigen Rivalen. Dieser zeigt ihm seine geheime Schöpfung: einen Roboter, der ihm die an Fredersen verlorene Hel, die Mutter Freders, wiedergeben soll.

 

Fredersen schmiedet einen Plan: Die Maschinenfrau soll an die Stelle Marias treten, um die Arbeiter zu manipulieren. Zum Schein willigt Rotwang ein, um sich zu rächen: Die „falsche“ Maria soll die Stadt und Fredersens Sohn vernichten.

 

Rotwang entführt Maria und überträgt ihre Gestalt auf den Maschinenmenschen, eine rücksichtslose Agitatorin und laszive Verführerin zugleich. Die „falsche Maria“ erschüttert Freders Liebe und setzt die zerstörerische Arbeiterrevolte in Gang. Die Herzmaschine wird zerstört, und die Unterstadt droht in einbrechenden Wasserfluten zu ertrinken.

 

Freder und die „echte“ Maria finden im furiosen Finale wieder zueinander. Gemeinsam rettet das Paar die Kinder aus den Wasserfluten, der Zorn des Mobs richtet sich nun gegen die Maschinenfrau, die auf dem Scheiterhaufen verbrannt wird. Auch der intrigante Erfinder stirbt im Kampf.

 

Herrscher Fredersen und Werkmeister Groth besiegeln die Versöhnung mit einem Händedruck: „Mittler zwischen Hirn und Händen muss das Herz sein.“

 

Metropolis (DE 1927/2010)

Regie: Fritz Lang
Drehbuch: Thea von Harbou; Fritz Lang (ungenannt)
Kamera: Günther Rittau; Karl Freund
2. Kamera: Günther Rittau
Optische Spezialeffekte: Eugen Schüfftan (Schüfftan-Verfahren); Ernst Kunstmann
Trick-Kamera: Helmar Lerski (Schüfftan-Fotografie); Konstantin Tschet (Modellaufnahmen); Erich Kettelhut (Mal-Trick/Technische Beratung)
Bauten: Otto Hunte; Erich Kettelhut; Karl Vollbrecht
Plastiken: Walter Schulze-Mittendorff
Kostüme: Änne Willkomm
Schnitt: Fritz Lang
Musik: Gottfried Huppertz
Darsteller: Brigitte Helm (Maria/Maschinenmensch); Alfred Abel (Johann „Joh“ Fredersen); Gustav Fröhlich (Freder Fredersen); Rudolf Klein-Rogge (Erfinder Rotwang); Fritz Rasp (Der Schmale); Theodor Loos (Josaphat/Joseph); Erwin Biswanger (Nr. 11811); Heinrich George (Wärter der Herzmaschine, Groth); Olaf Storm (Jan); Hanns Leo Reich (Marinus); Heinrich Gotho (Zeremonienmeister); Margarete Lanner (Dame im Auto/Frau der ewigen Gärten); Max Dietze, Georg John, Walter Kurt Kühle, Arthur Reinhardt und Erwin Vater (alle Arbeiter); Grete Berger, Olly Boeheim, Ellen Frey, Lisa Gray, Rosa Liechtenstein und Helene Weigel (alle Arbeiterinnen); Beatrice Garga, Annie Hintze, Margarete Lanner, Helen von Münchhofen und Hilde Woitscheff (alle Frauen der ewigen Gärten); Fritz Alberti (Schöpferischer Mensch); Ilse Davidsohn
Produktionsfirma: Universum-Film AG (Ufa, Berlin)
Produzent: Erich Pommer
Dreharbeiten: 22. Mai 1925 bis 30. Oktober 1926 (Filmwerke Staaken, Ufa-Atelier Neubabelsberg)
Erstverleih: Ufa-Filmverleih GmbH (Berlin)
Ausgezeichnet mit Prädikat: Künstlerisch; Volksbildend (November 1926)
Länge: 3945,5 m, 145 min (Länge der Uraufführungsfassung 1927: 4189 m)
Format: 35mm, 1:1,33
Bild/Ton: s/w
Prüfung/Zensur: 13. November 1926, Nr. B.14171, Jugendverbot
Uraufführung: 10. Januar 1927, Berlin, Ufa-Palast am Zoo

 

Eine Kooperation der Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung mit ZDF und ARTE
Restaurierung: Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung, Wiesbaden
Gemeinsam mit: Deutsche Kinemathek – Museum für Film und Fernsehen, Berlin
In Zusammenarbeit mit: Museo del Cine Pablo C. Ducros Hicken, Buenos Aires
Förderung: Beauftragter der Bundesregierung für Kultur und Medien, Gemeinnütziger Kulturfonds Frankfurt RheinMain GmbH, VGF Verwertungsgesellschaft für Nutzungsrechte an Filmwerken, DEFA-Stiftung
Mit Material und Hinweisen haben beigetragen: Bundesarchiv-Filmarchiv, British Film Institute National Archive, Cinémathèque Française, Deutsches Filminstitut – DIF, Deutsche Kinemathek – Museum für Film und Fernsehen, Filmmuseum im Münchner Stadtmuseum, Fondazione Cineteca Italiana, George Eastman House, Gosfilmofond of Russia, The Museum of Modern Art, Museo del Cine Pablo C. Ducros Hicken, National Film and Sound Archive, New Zealand Film Archiv – Ida and Noel Mabee Collection, Staatliches Filmarchiv der DDR, Universität der Künste und Enno Patalas
Edition: Martin Koerber, Frank Strobel, Anke Wilkening
Digitale Bildrestaurierung: ALPHA-OMEGA digital, München
Scan 16 mm-Material aus Buenos Aires: ARRI Film & TV Services, München
Filmrecording und Digital Cinema Mastering: LISTO Videofilm GmbH, Wien
Zwischentitel / Inserts: trickWILK, Berlin
Grafische Arbeiten: Scientific | Media, Berlin
Rekonstruktion und Synchroneinrichtung der Originalmusik von Gottfried Huppertz: Frank Strobel
Instrumentierung fehlender Teile der Partitur: Marco Jovic
Notensatz: Jörg Peltzer
Edition im Auftrag von ZDF / ARTE: EUROPÄISCHE FILMPHILHARMONIE – Die Film Philharmonie GmbH.
Es spielte das Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin – ein Ensemble der Rundfunk Orchester und Chöre GmbH
Musikalische Leitung: Frank Strobel
Musikproduktion: Nina Goslar (Filmredaktion ZDF/ARTE ), Stefan Lang (Redaktion
Deutschlandradio Kultur), Christian Schwalbe (Produktionsleitung ZDF)

 

Besonderer Dank an: Guido Altendorf, Aitam Bar-Sagi, Hartmut Becher, Luciano Berriatúa, Dr. Anna Bohn, Marcella Cassinelli, Paula Félix-Didier, Donata Carmen Sylvia Gräfin Finck von Finckenstein, Eberhard Junkersdorf, Egbert Koppe, Dieter Kosslick, Hernán Lombardi, Hessisches Ministerium für Wissenschaft und Kunst, Hochschule RheinMain, Medienkunst, Mauricio Macri, Paul Nobelen, OMNIMAGO GmbH, Peter Fries und Olaf Legenbauer, Fernando Martín Peña, Monika Pischner, Maria Laura de Rosa, Steve Russell, Barbara Schütz, Richard Siedhoff, Inge Stache, Dr. Maria Teuchmann, Gustav Wilhelmi, Clara Zappettini
und das Team der Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung

 

Weltvertrieb: Transit Film GmbH, München